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Im 2. Jahrhundert vor Beginn unserer Zeitrechnung beschrieb der griechische Schriftsteller Antipatros von Sidon als erster Mensch die Sieben Weltwunder der Antike. Die meisten Bauwerke zerfielen im Lauf der Jahrtausende, wurden durch Kriege oder Erdbeben zerstört. Einzig die Pyramiden von Gizeh in der Nähe der ägyptischen Hauptstadt Kairo überdauerten die Zeit.

Mitte der 2000er Jahre wurde die internationale Netzgemeinde aufgefordert, in einer nicht repräsentativen Abstimmung ein Votum über die sieben neuen Weltwunder abzugeben. Rund 20 Millionen Internetnutzer beteiligten sich an der Umfrage und am 07.07.2007 wurde in Lissabon das Ergebnis im Rahmen einer Fernsehshow bekannt gegeben.

Chichén Itzá – Maja-Ruinen in Mexico

Neuen Weltwunder Chichen ItzaDie Stadt Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán war einst das politische und religiöse Zentrum der Maja-Kultur. Als die Spanier im 16. Jahrhundert die Halbinsel Yucatán betraten, war die Stadt komplett im Dschungel versunken. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen Forscher mit systematischen Ausgrabungen und legten eine Stadt mit zahlreichen Tempeln, Wohngebäuden und gepflasterten Straßen frei.

Im Zentrum des 1.500 Hektar großen Komplexes erhebt sich mit der als Castillo bezeichneten Stufenpyramide ein imposantes Bauwerk mit einer Steintreppe an jeder Seite. Zu den architektonischen Highlights in Chichén Itzá gehören darüber hinaus der Tausend-Säulen-Komplex, der als Observatorium errichtete Schneckenturm und der große Ballspielplatz.

Chinesische Mauer, China

Neuen Weltwunder Chinesische MauerDie Chinesische Mauer ist ein monumentales Bauwerk, mit deren Errichtung im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen wurde. Auf einer Länge von mehr als 8.000 Kilometern verläuft die steinerne Grenzbefestigung durch 15 chinesische Provinzen. Erbaut wurde die Chinesische Mauer, um mongolische Reiternomaden vom Reich der Mitte fernzuhalten.

Das Bauwerk schlängelt sich durch wüstenähnliche Ebenen, durch unwegsame Bergregionen und durch weite Steppenlandschaften. Rund 50 Kilometer von Peking befindet sich ein hervorragend erhaltenes Teilstück der Grenzbefestigung, das touristisch erschlossen ist. Teilweise ragen die Mauersegmente bis zu 16 Meter hoch auf und im Abstand von mehreren Hundert Metern wird die Mauer von Wachtürmen unterbrochen.

Christus Statue, Rio de Janeiro

Neuen Weltwunder Christ StatueSie ist ein weltbekanntes Wahrzeichen von Rio de Janeiro und schient wie ein heiliger Wächter über der brasilianischen Millionenmetropole zu schweben: Die Christus Statue. Weithin sichtbar erhebt sich die 30 Meter hohe Skulptur auf dem Berg Corcovado. Die Christus Statue steht mit ausgebreiteten Armen auf einem 9,50 m hohen Sockel und die Außenhülle besteht aus einer Schicht Speckstein.

Zu erreichen ist das Monument mit der Corcovado-Bergbahn. Die Zahnradbahn wurde im Jahr 1884 in Betrieb genommen und überwindet auf einigen Teilstücken der vier Kilometer langen Strecke Steigungen von bis zu 30 Prozent.

Kolosseum, Rom

Neuen Weltwunder Kolosseum RomDas Kolosseum in Rom gehört zu den imposantesten Bauwerken der Antike. Das Amphitheater ist ein eindrucksvolles Beispiel für die hoch entwickelte Architektur im Römischen Reich vor mehr als 2.000 Jahren. Nach einer achtjährigen Bauzeit wurde das Kolosseum im Jahr 80 v. Chr. mit prunkvollen Spielen eröffnet, die 100 Tage andauerten und in deren Verlauf rund 5.000 wilde Tiere im Amphitheater getötet wurden.

50.000 Menschen fanden auf den vier Ebenen im weiten Rund Platz. Der Zugang erfolgte über 80 Eingänge, die fortlaufend nummeriert waren. Die in den Stein gemeißelten römischen Zahlen über den Eingängen sind noch heute zu erkennen.

Machu Picchu – Inkastadt in Peru

Neuen Weltwunder Machu PicchuBis zur Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert beherrschten die Inkas weite Teile des heutigen Perus. Zur Mitte des 15. Jahrhunderts errichteten sie auf einem steil abfallenden Bergrücken in den Anden in einer Höhe von 2.360 Metern die Stadt Machu Picchu. Oft hüllt dichter Nebel die Ruinenstadt ein, was ihr den Beinamen „Stadt in den Wolken“ einbrachte.

Machu Picchu wurde terrassenförmig angelegt und die Gebäudekomplexe sind über Steintreppen miteinander verbunden. Über alte Inkapfade, die noch heute erhalten sind, war die Stadt mit dem einstigen Inka-Imperium Cusco verbunden.

Petra – Felsenstadt in Jordanien

Neuen Weltwunder PetraDie Felsenstadt Petra liegt im Bergland von Edom im heutigen Jordanien und war vor rund 2.300 Jahren die Hauptstadt des Nabatäer-Reiches. Sie wurde im dritten vorchristlichen Jahrhundert in den roten Sandstein geschlagen und gehört zu den eindrucksvollsten Kulturschätzen der Welt. Die monumentalen Grabtempel besitzen eine Höhe von bis zu 40 Metern.

Die Fassade besteht aus filigranen korinthischen Säulen, die von den Steinmetzen direkt aus dem Gestein gemeißelt wurden. Ein schmaler Gebirgspfad, der durch eine enge Felsenschlucht führt, bildet den einzigen Zugang zur Felsenstadt Petra. An der engsten Stelle rücken die bis zu 70 Meter hohen Felswände bis auf zwei Meter zusammen.

Taj Mahal, Indien

Neuen Weltwunder Taj MahalDas Taj Mahal ist ein monumentales Bauwerk in der indischen Stadt Agra. Großmogul Shah Jahan ließ das moscheeähnliche Monument als Grabmal für seine verstorbene Frau Mumtaz Mahal im Jahr 1648 erbauen. Vier Minarette umringen das mit einer Kuppel überdachte Zentralgebäude.

Das Taj Mahal ruht auf einer quadratischen Marmorplattform, die eine Kantenlänge von 100 Metern besitzt. Umgeben ist das Gebäude von einer 18 Hektar großen Gartenanlage, in deren Zentrum sich ein lang gezogenes Wasserbecken befindet. Prunkvoll ist die Innenausstattung des Bauwerks. In die Marmorverkleidung der Wände wurden knapp 30 verschiedene Edelsteinarten eingelassen, darunter Diamanten, Rubine, Smaragde und Saphire.