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Italien gehört zu den beliebtesten Urlaubsländern in Europa und Millionen Reisende zieht es alljährlich in die Ferienregionen zwischen Alpenhauptkamm und Sizilien. Wer mit dem eigenen Fahrzeug oder mit einem Mietwagen das Land bereist, muss auf den meisten Autobahnen und in einigen Städten eine Maut entrichten.

Wir verraten, wie die als „Pedaggio“ bezeichnete Straßennutzungsgebühr bezahlt wird und durch welche Besonderheiten das italienische Mautsystem gekennzeichnet ist.

Mautpflichtige Fahrzeugklassen und Berechnung

Mautpflichtig sind in Italien Pkws, Wohnmobile, Lkws, Busse und Motorräder. Die Höhe der Straßennutzungsgebühr richtet sich nach der zurückgelegten Wegstrecke, der Fahrzeugkategorie und der Art der Straße, die befahren wird. Extragebühren fallen für die Benutzung von bestimmten Tunneln und Brücken an.

Mautsysteme

Auf italienischen Autobahnen werden zwei unterschiedliche Mautsysteme unterschieden. Beim geschlossenen System ziehen Sie an der Autobahnauffahrt ein Ticket, das Sie beim Verlassen des mautpflichtigen Autobahnabschnittes an der Mautstelle vorlegen und bezahlen müssen.

Auf einzelnen Autobahnabschnitten wird nach dem offenen Mautsystem abgerechnet. Das bedeutet, Sie bezahlen vor der Straßenbenutzung an der Mautstation einen Fixbetrag und müssen kein Ticket vor der Weiterfahrt lösen.

Zahlvarianten beim geschlossenen System

Mautregelungen Italien ZahlungZur Begleichung der Straßennutzungsgebühr an der Mautstation stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Am einfachsten ist die Barzahlung. Dafür überreichen Sie dem Mitarbeiter das Ticket und setzen nach der Bezahlung des angezeigten Betrages und dem Erhalt der Quittung Ihre Reise fort. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mit Kreditkarte oder mit der sogenannten VIA-Card zu bezahlen.

Bei Letzterer handelt es sich um eine PrePaid Card, die vor der Auffahrt auf den kostenpflichtigen Streckenabschnitt gekauft werden muss. Sie ist mit einem Betrag von 25 oder 50 Euro aufgeladen und in ganz Italien mit Ausnahme von Sizilien gültig. Der Einsatz der VIA-Card eignet sich nur für Reisende, die innerhalb des Landes weite Strecken mit dem Fahrzeug zurücklegen. Ein eventuelles Restguthaben wird nicht ausgezahlt.

Richtiges Einordnen an der Mautstation

Mautregelungen Italien SchilderDas Einordnen in die richtige Fahrspur an der Mautstation ist enorm wichtig. Gelb gekennzeichnete Spuren mit der Aufschrift „Telepass“ sind tabu und dürfen nur von Fahrzeugen passiert werden, die beim elektronischen Erfassungssystem registriert sind. An blau gekennzeichneten Fahrspuren mit der Aufschrift „Carte“ bezahlen Sie mit Kreditkarte oder VIA-Card. Spuren mit Geldsymbolen über dem Fahrstreifen sind für Barzahler reserviert. Wichtig: Setzen Sie keineswegs zurück, wenn Sie die richtige Spur verpasst haben und wechseln Sie an der Mautstation nicht zwischen einzelnen Fahrspuren! Diese Verstöße gegen die Verkehrsregeln werden in Italien mit empfindlich hohen Geldstrafen geahndet.

Haben Sie die richtige Spur verpasst, betätigen Sie den Knopf mit der Aufschrift „Assistenza Help“. Nachdem sich ein Mitarbeiter der Autobahnbetreibergesellschaft gemeldet hat, erscheint im Ausgabeschlitz ein Ticket mit Zahlungsaufforderung über den fälligen Betrag. Die Maut können Sie an einer als „Ponto Blu“ gekennzeichneten Station begleichen. Auch Online-Überweisungen sind möglich. Konkrete Hinweise zu den Zahlungsarten finden Sie auf dem Ticket.

City-Maut in italienischen Städten

Mautregelungen Italien AutoIn den Städten Mailand und Bologna fällt zusätzlich eine City-Maut an, die zum Befahren der Innenstädte mit dem eigenen Fahrzeug berechtigt. Vor der Einfahrt nach Bologna müssen Sie ein sogenanntes Umweltticket erwerben. Das Ticket kostet 5 Euro für einen Tag und 12 Euro für vier aufeinanderfolgende Tage.

In Mailand gibt es eine Zufahrtsbeschränkung für die Umweltzone C, die sich innerhalb des Stadtmauerringes „Cerchia dei Bastioni“ befindet. Das Befahren dieses Bereiches ist für Pkws, Lkws und Reisebusse von Montag bis Freitag in der Zeit von 7:30 bis 19:30 nur nach Bezahlung der City-Maut gestattet. Der sogenannte AREA C Pass kostet pro Tag 5 Euro und ist an Zeitungskiosken, Parkscheinautomaten, in Tabacchi-Läden, an den Ticketautomaten der Mailänder Verkehrsbetriebe und an den Schaltern des Geldinstitutes Banca Intesa erhältlich. Am Rande der Innenstadt befinden sich 43 elektronische Kontrollpunkte.

Fahrverbotszonen in großen Städten

In zahlreichen großen italienischen Städten gibt es Fahrverbotszonen in der Innenstadt, die ausschließlich von Fahrzeugen mit Sondergenehmigung befahren werden dürfen. Diese „zona traffico limitato“ wurde unter anderem in den Stadtzentren von Rom, Florenz, Pisa, Verona und Turin eingerichtet. Für private Kraftfahrzeuge ohne Sondergenehmigung besteht in diesen Zonen ein uneingeschränktes Fahrverbot.

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